Nach der Lektüre

Veröffentlicht am 1. November 2022 um 15:48

Schlussendlich fiel es mir leicht, das Buch zu lesen, obwohl ich es mir zu Beginn schlimmer vorgestellt habe. Auch die Handlung der tragischen Liebesgeschichte hat mir gut gefallen und das Buch war keineswegs langweilig. Sogar die sprachlichen Bedenken, welche zu Beginn präsent waren, sind mit der Zeit verflogen. Somit freue ich mich, dieses Buch gelesen zu haben, da es unter anderem wichtige Perspektiven vom Weg der Vergangenheit bis in die Gegenwart aufzeigt. Es war ebenfalls interessant zu sehen, wie Schiller das System der damaligen Zeit anprangerte, von der er selbst auch betroffen war. Bei unserer Auseinandersetzung mit dem Buch haben wir herausgefunden, dass der Herzog im Buch ein Vorbild aus dem realen Leben des Schriftstellers hat. Nämlich den württembergischen Herzog Karl Eugen, der lange über Schillers Leben bestimmte, beispielsweise welchen Beruf dieser auszuführen hatte und was/ob er schreiben durfte. Karl Eugen ist ein klassisches Beispiel für einen verschwenderischen Monarchen, der sein Volk leiden liess. Er selbst hatte mehrere Mätressen (im Buch zum Beispiel Lady Milford) und missbrauchte ebenfalls den Soldatenhandel, um seinen Luxus ausleben zu können. Mit pompösen Festen wollte er seinen Hof zum Glanzvollsten machen. Des Weiteren ist die Literaturepoche von «Sturm und Drang» klar ersichtlich, die junge Generation (Ferdinand und Lady Milford) die sich mit den Werten der alten Generation nicht mehr identifizieren können und aufbegehren.